Rede des 1. Vorsitzenden Josef Jungbauer zum Volkstrauertag

70 Jahre in Mitteleuropa keine kriegerische Auseinandersetzung. Ist das nicht fantastisch! So mussten aber erst Millionen Menschen in den beiden Weltkriegen ihr Leben lassen, denen wir heute, am Volkstrauertag, in besonderer Weise gedenken. Jeder Einzelne der seine Heimat nicht mehr lebend sah, ist im weitesten Sinne ein Friedensbürge und damit unbewusst ein Saatkorn dieser nun langen Friedenszeit, so traurig es auch klingen mag. Aus Feinden wurden danach Feunde. Wir sehen es hautnah bei unserer fast 30-jährigen Partnerschaft mit dem gleichnamigen Kutzenhausen im Elsass/Frankreich.

Aber es gab auch in dieser Zeit immer wieder prekäre Situationen, wo man nicht sicher sein konnte, ob nicht wieder alles eskaliert, wie z.B. die Kuba-Krise im Oktober 1962 – die Kennedy-Ermordung am 22. November 1963 in Dallas, Texas – der Russlandeimarsch in der damaligen Tschechoslowakei 1968 oder zuletzt 1989 der Aufstand in der damaligen Deutschen Demokratischen Republik (DDR), der friedlich zur Wiedervereinigung führte, um nur wenige Wichtige zu erwähnen.

Frieden – warum nur zur Weihnachtszeit ?
Frieden ist besser als Zank und Streit.
Frieden den Menschen in Not und Gefahr,
Frieden für immer, das wäre wunderbar.
Frieden mit Blumen, statt Krieg und Gewehr,
Frieden zu finden, ist oft sehr schwer.
Frieden den Tieren, dem Wald, der Natur.
Frieden auf Erden, wie macht man das nur?
Frieden – warum nur zur Weihnachtszeit ?
Frieden wünsch ich mir zu jeder Zeit.
Frieden mit Liedern, die alle erfreuen,
Frieden wird keiner im Leben bereuen.
Frieden für Viele ein kleines Wort,
Frieden nahm vielen die Schmerzen fort.
Frieden uns Allen und nicht nur heut,
Frieden für immer, ist Weihnachtszeit.

„Für alle Opfer von Krieg, Terror und Gewalt. Sie mögen ruhen in Gottes Frieden.“

Ein herzliches Vergelt‘s Gott an euch Alle, für das Beten und Singen für den Frieden und der Bitte um Erbarmung bei Gott für alles, was an Unheil auf dieser Erde geschieht beim Gottesdienst und auch jetzt für eure ruhige und somit auch würdevolle Teilnahme bei der kleine Feier hier am Kriegerdenkmal . Ein besonderer Dank an unseren Herrn Kaplan Frölich für die Feier des Gedenkgottesdienstes und dem Gebet hier, der Mesmerin Walli Geßler und Ministranten, den Vereinen mit ihren Fahnenabordnungen und unserer Harmoniemusik unter der Leitung von Herrn Übele für die Übernahme der musikalischen Gestaltung. Vielen Dank an Alle, die am heutigen Volkstrauertag ebenso aktiv beteiligt waren, heute insbesondere ein großes Dankeschön an Diejenigen, die zur Erhaltung und Pflege des Kriegerdenkmals das ganze Jahr über beitragen und nicht zuletzt ein Vergelt’s Gott an unsere Sammler für den Volksbund der Deutschen Kriegsgräberfürsorge zur Erhaltung der Deutschen Soldatenfriedhöfe im In- und Ausland.